Chronik der SRG Esslingen

Die Geschichte der SRG Esslingen
Erstmalig versuchte man 1920/21 eine Schiedsrichtervereinigung zu gründen was aber wegen der verhältnismäßig geringen Zahl an Schiedsrichtern misslang.
Am 28.06.1930 war es soweit, die Esslinger Vereinigung wurde in der Gaststätte
„Neue Au“ in Esslingen von 20 anwesenden Schiedsrichtern gegründet.
Soweit es den Chronisten zugetragen wurde, waren dies die Kameraden:
Ernst Barth, Viktor Hespel, Hugo Hotz, Fritz Barth, Willi Bidenbach, Eugen Keck, Hermann Breithaupt, Karl Klefenz, Eugen Clauss, Gottfried Kümmerle, Hermann Rayher, Willi Clauss, Willi Fingerle, Johannes Straub, Karl Glaser, Ernst Strauß, Otto Herter Hans Weinbuch, Eugen Hespel und Ernst Zambelli.

Erster Obmann
Zu ihrem ersten Obmann wählten sie Eugen Keck vom SC Altbach.
1935 wurde der seitherige Kreis-Schiedsrichterobmann Eugen Keck zum Fachwart für Fußball im Kreis Teck berufen.

Zweiter Obmann
Dessen Nachfolger als Obmann wurde Karl Klefenz.
Unter seiner weitsichtigen Führung wurde die Esslinger Schiedsrichtervereinigung zeitweilig zur zweitgrößten Kreis-Schiedsrichtervereinigung nach Stuttgart im Württembergischen Fußballverband (wfv). Bis zum Beginn des zweiten Weltkriegs umfasste die Vereinigung 34 Schiedsrichter.
Den guten Ruf der Schiedsrichter begründeten die Kameraden Karl Glaser, Eugen Keck und Ernst Zambelli, die bis zur damals höchsten Spielklasse aufstiegen. Neben ihnen waren vor allem die Kameraden Willi Clauss, Viktor Hespel, Johannes, Straub und Ernst Strauß bis über die Grenzen Württembergs hinaus, bekannte und geschätzte Schiedsrichter.
Der Mitgliederbestand der Schiedsrichtervereinigung Esslingen war durch den zweiten Weltkrieg stark zurückgegangen. Zahlreiche Kameraden befanden sich noch in der Kriegsgefangenschaft als sich Ende 1945 in der Esslinger Schiedsrichtervereinigung wieder das erste Leben regte. Karl Klefens machte sich daran, seine Schäfchen wieder um sich zu versammeln. Zusammen mit den Kameraden Josef Grupp (Wernau), Otto Herter (Mettingen), Walter Kenner (Esslingen), Otto Kütterer (Esslingen), Jakob Maier (Esslingen), Erwin Winter (Esslingen) und Alfons Zink (Wendlingen) ging er an die schwierige Aufgabe heran, die Vereinigung wieder neu aufzubauen. Trotz Hunger und Elend blühte der Spielbetrieb langsam aber sicher wieder auf. Die Schiedsrichterkameraden hatten es in den ersten Nachkriegsjahren oft sehr schwer, den Spielort zu erreichen. Bahn- oder Busverkehr gab es nur auf den Hauptstrecken. Mit dem Fahrrad oder zu Fuß wurden von ihnen Entfernungen überwunden, die uns heute Respekt abverlangen. Durch die ständigen Neulings Kurse und durch die aus der Gefangenschaft zurückkehrenden Kameraden erhöhte sich die Zahl der Mitglieder und hatte schon bald den Vorkriegsstand erreicht. Die gezielte Nachwuchsförderung zeigte Früchte. 1955 beging die Schiedsrichtervereinigung im Waldheim (Esslingen-Zollberg) ihr 25-jähriges Jubiläum.
Viele Gratulanten von Verbänden und Vereinen fanden sich ein, um mit uns diesen Ehrentag zu begehen. Zu dieser Zeit gehörten bereits 86 Schiedsrichter der Vereinigung an.

Dritter Obmann
1961 gab Karl Klefenz sein Amt als Obmann aus gesundheitlichen Gründen ab, zu seinem Nachfolger wurde Erich Kossler (VfB Oberesslingen) gewählt. Die systemvolle Aufwärtsentwicklung der Schiedsrichtergruppe Esslingen setzte sich unter seiner Leitung fort. Die Zahl der aktiven Schiedsrichter nahm ständig zu. 1972 zählte die Schiedsrichtergruppe Esslingen 111 aktive Schiedsrichter. Am 18. September 1971 beging die Schiedsrichtergruppe Esslingen ihr 40-jähriges Jubiläum. In einer würdigen Feier in gut organisiertem Ablauf und harmonischem Ausklang wirkten unter anderem auch die damals aufstrebenden Fischer-Chöre mit. Nach 11-jähriger Tätigkeit legte Erich Kossler sein Amt als Schiedsrichterobmann aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen nieder. Seine stets weitblickende Übersicht und sein tatkräftiger Einsatz waren Garant und Grundstein für die kommenden Jahre.

Vierter Obmann
Im April 1972 wurde dann Heinz Ott einstimmig zum Schiedsrichterobmann gewählt. Sehr großen Wert wurde auf die Nachwuchsarbeit gelegt, der er sich in ganz vorbildlicher Weise der Schiedsrichterlehrwart Siegfried Albeck annahm. So wurde die theoretische Ausbildung in Schulungsabenden, Lehrgängen und bei jeder sich bietenden Gelegenheit zielstrebig vorangetrieben. Selbst Trainingsabende zur Förderung und Steigerung der körperlichen Leistung blieben nicht aus.
Die Schiedsrichtergruppe Esslingen erreichte einen beachtlichen Leistungsstand, der weit über den Kreis hinaus Anerkennung fand. Der Höhepunkt in der Zeit unter Obmann Heinz Ott war 1980, das 50-jährige Jubiläum der Schiedsrichtergruppe Esslingen. Mit einem gelungenen Festakt in der Osterfeldhalle in Esslingen-Berkheim, bei dem so prominente Künstler wie Ruth Mönch und Willy Seiler vom Süddeutschen Rundfunk mitwirkten.

Fünfter Obmann
1981 trat Heinz Ott nach 9-jähriger Amtszeit zurück. Zu seinem Nachfolger wurde Herbert Brucker gewählt.
Herbert Brucker legte sein Hauptaugenmerk auf die noch stärkere Förderung der Nachwuchsarbeit, die sich durch den Aufstieg einiger junger Schiedsrichter in die höheren Spielklassen Ende der 80 er Jahre auszahlen sollte.
Der Stand am 20. Juni 1990 mit 127 aktiven, darunter auch eine Schiedsrichterin und neun passiven Schiedsrichtern war damals sehr ordentlich.

Sechster Obmann
1996 trat Herbert Brucker aus persönlichen Gründen zurück und übergab das Amt an Hardy Wolf.
Mit 33 Jahren war Hardy Wolf zur Amtsübernahme der jüngste Schiedsrichterobmann im Württembergischen Fußballverband (wfv). Unter seiner Führung wurde ein Hallenturnier für aktive Mannschaften organisiert, welches heute mit einem Teilnehmerfeld von 40 Mannschaften zu einem der größten Hallenturniere in Baden-Württemberg zählt.
Eigens für solche Aktionen wurde der Förderverein der Schiedsrichtergruppe Esslingen auf Vorschlag des Ausschusses gegründet, welche die Schiedsrichtergruppe bei den verschiedensten Events unterstützt.
Stand 01.08.2015 hat die Schiedsrichtergruppe Esslingen 178 Schiedsrichter/innen.