Vereinsschiedsrichter Beauftragter

Der Vereins-Schiedsrichter-Beauftragte

Der Vereins-Schiedsrichter-Beauftragte ist der Partner
im Schiedsrichterwesen

Der VSRB im Verein

Seit 1996 hat gemäß Satzungsbeschluss jeder Verein einen Schiedsrichterbeauftragten zu benennen.
Dieser Beauftragte soll als Bindeglied zwischen den Vereinen und den Schiedsrichterausschüssen fungieren. Aufgrund des immer höher steigenden Schiedsrichtermangels – sehr viele Vereine haben keinen oder nicht genügend anrechenbare Schiedsrichter.

Die Aufgabe eines Vereins-SR-Beauftragten sollte nach Möglichkeit keine Person übernehmen, die selbst Schiedsrichter ist. Damit könnten die Vereine ihre Interessen besser gegenüber den SR-Instanzen vertreten. Es ist selbstverständlich nichts dagegen einzuwenden, wenn diese Aufgabe auch ein Schiedsrichter wahrnimmt. Die Namen der Beauftragten sollten vor Beginn des neuen Spieljahres im Schiedsrichter-Meldebogen den Schiedsrichterausschüssen bekannt gemacht werden.

Damit hat jeder Ausschuss in allen Fragen einen direkten Ansprechpartner im Verein. Umgekehrt sollte es genauso sein, alle Probleme, die im Verein mit den Schiedsrichter-Instanzen auftreten, über die Vereins-Schiedsrichter-Beauftragten abzuwickeln.

Für den Verein wäre abzuklären, ob der Beauftragte mit Sitz und Stimme in den Spartenvorstand einzubinden ist. Damit würden sie innerhalb ihres Vereines diese Tätigkeit ebenfalls stark aufwerten und die entsprechende Bedeutung zuordnen.

Aufgabengebiet/Tätigkeiten des VSRB

  • Kontaktperson (Ansprechpartner Verein / SR-Gruppe / Ansetzer / Obmann)
  • Regelmäßig nachfragen, was tut mein Vereinsschiedsrichter
  • Vereins-SR evtl. zu Spielen und Schulungsabenden begleiten, vor allem Jugend-SR
  • Angereiste SR bei Heimspielen betreuen, auch wenn der SR schlecht gepfiffen hat, immer menschlich bleiben.
  • Vertrauen zu dem SR aufbauen Auf Störenfriede im Verein und bei den Spieleinsätzen klärend einwirken.
  • Klarstellen, was für Kosten auf den Verein zukommen könnten. Hier sind vor allem die Trainer, die Betreuer und sehr viele Eltern zu nennen, die jungen und neuen SR das Leben schwer machen.
  • Hier kann der Einsatz des Vereins-SR-Beauftragten sehr hilfreich sein Jugend-SR bekommen trainingsfrei, wenn das Training auf einen Schulungsabend fällt (4-6 mal im Jahr). Der Vereins-SR, der selbst noch Fußball spielt, darf keinen Nachteil haben. Hier muss der SR-Beauftragte die Trainer und Betreuer in die Pflicht nehmen
  • Betreuung und Patenschaft von jungen Vereins-SR nach der Betreuung der SR-Gruppe (nach den ersten drei Spielen) übernehmen. Sonst gehen die jungen SR dem Verein möglicherweise wieder verloren
  • Selbst als Beauftragter an Schulungsabenden teilnehmen. Bezug der SR-Zeitung
  • Mehr Aufklärungsarbeit im Verein zum SR-Wesen betreiben Bei Jugendspielen den SR mehr unterstützen (bei Passkontrollen, Platzaufbau, usw.) Den jungen SR Zeit geben, sie sind oft überfordert. Sie erlernen das SR-Handwerk genauso wie die jungen Spieler, die das Fußballspielen erlernen

Zusammenarbeit Verein – Schiedsrichterausschuss

Vier Schwerpunkte sollten in Zukunft beachtet werden:

1. Die SR-Werbung in der Gruppe und im Verein

2. Die Patenschaft oder Betreuung in der Gruppe und im Verein

3. Die Schiedsrichtererhaltung in der Gruppe und im Verein

4. Der Vereins- Schiedsrichterbeauftragte im Verein

Schiedsrichterwerbung im Verein

Den immer wiederkehrenden Satz: „Wir haben alles versucht, wir finden keinen, der bereit ist, Schiedsrichter zu werden!“, kann nicht gelten. Wenn ein Verein mit halbem Herzen wirbt, wird er keinen Erfolg haben. Sich auf andere zu verlassen, bedeutet, die Last auf andere abzuwälzen.

Aber es gibt Vereine die genügend, ja sogar mehr SR stellen, als das Soll verlangt. Hier scheint ein Ansatzpunkt zu sein, bei dem der Verein in seiner SR-Werbung ansetzen sollte.

Sei fair zum 23. Mann. Ohne Schiri geht es nicht!

Hierzu für die Vereine einige Beispiele gezielter SR-Werbung im Verein:

1. Zu Beginn eines jeden Spieljahres sollte festgestellt werden, für wie viele gemeldete Mannschaften zum Spielbetrieb muss der Verein laut Satzung eigentlich SR abstellen?

2. Wie viele einsatzfähige SR hat der Verein überhaupt?

3. Ständiger Kontakt zu den SR-Instanzen (Obmann, Ansetzer, SR-Mitarbeiter für Nachwuchsförderung) halten. Wer im Verein ist dafür zuständig?

4. Die Betreuung der vereinseigenen SR, hauptsächlich der Jugend-SR.

5. Die Betreuung der anreisenden SR zu den Spielen im Verein.

6. SR-Aufklärungsarbeit (schon in der Jugendabteilung) und sinnvolle SR-Werbung durchführen.Gezielt Gruppen ansprechen. Interesse im Verein wecken.

7. Als SR-Beauftragter ab und zu SR-Schulungen besuchen, evtl. zusammen mit den Vereinsschiedsrichtern. Es ist wichtig, den Kontakt mit den SR-Instanzen zu halten.

Die Schiedsrichtererhaltung im Verein

1. Gezielte Mitarbeiter (Vereins-SR-Beauftragte) einsetzen, die sich mehr um die Belange der SR im Verein kümmern.

2. Mehr auf Übungsleiter, Betreuer, Eltern und Zuschauer einwirken, dass der Umgangston von außen zu den SR bei den Spielleitungen besser wird.

3. Seine jungen SR zu Spieleinsätzen oder zu Schulungen begleiten.

4. Dem Jugend-SR bei der Organisation vor dem Spiel (Passkontrolle, Platzaufbau, Spielbericht) hilfreich zur Seite stehen.

5. Vereins-SR mit besonderen Leistungen (Aufstieg als SR, runde SR-Einsätze, SR-Jubiläen) auf Veranstaltungen, in Berichten, Vereinszeitung besonders erwähnen.

6. Aufklärung der Trainer, dass Spieler als SR, die eine Schulung besuchen (ca. 4 mal im Jahr) an diesem Tag trainingsfrei erhalten und sich dadurch keine Nachteile einstellen. Der Trainer würde ja dadurch dem Verein direkt einen Schaden zufügen, wenn dieser SR wegen schlechten Lehrabendbesuches gestrichen wird.

7. Anreiz für die VSRB, z. B. freier Eintritt zu allen Spielen im Bezirk (teilweise analog SR-Ausweis)

Vielleicht noch ein Grundsatz für jeden Verein:

Alles, was die Spieler kostenlos erhalten,
sollte für den SR im Verein ebenfalls so sein!

Die Vereine sollten auf ihre Vereinsschiedsrichter zugehen und nach ihren Problemen fragen.

Vereine, die dies nicht tun, sind meist einen Schritt zu spät, denn sein Vereins-SR hat dann seine Pfeife vielleicht schon an den berühmten Nagel gehängt.

Beide brauchen sich, die Vereine und die Schiedsrichter:
Miteinander und nicht nebeneinander, damit wir es gemeinsam leichter haben.